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Hecke für den Garten- Aber welche?

08.02.2016

Thuja Hecke

Hecke für den Garten- Aber welche?

Nach wie vor sind Hecken der beliebteste Sichtschutz im Garten. Sie dienen aber auch als Gartengrenze, Windschutz und Lärmschutz. Im Frühjahr ist der perfekte Zeitpunkt um eine Hecke zu pflanzen. Immergrüne Hecken, wie zum Beispiel Thuja und Kirschlorbeer sollten bis spätestens Ende April gepflanzt werden. Laubabwerfende Hecken schon bis Mitte April.

Um die richtige Hecke für sich zu finden, sollten folgende Fragen geklärt werden:

  • Möchte ich eine schnell wachsende Pflanze? Diese müsste dann aber zweimal pro Jahr geschnitten werden.
  • Möchte ich nur einmal im Jahr meine Hecke schneiden? Dann müsste ich eine langsam wachsende Hecke wählen und eventuell ein paar Jahre länger auf die gewünschte Höhe warten.
  • Soll meine Hecke auch im Winter blickdicht sein, oder darf sie im Herbst ihre Blätter verlieren?
  • Welche Eigenschaften hat mein Boden?


Ich stelle im folgendem ein paar Heckenpflanzen vor:

Eibe (Taxus baccata)

Die Eibe zählt zu den langlebigsten Pflanzen. Sie zählt zu den langsam wachsenden Pflanzen und muss daher nur einmal im Jahr geschnitten werden. Sie ist äußerst schnittverträglich und treibt selbst wieder aus, wenn sie bis auf den Stamm zurück geschnitten wurde. Sie eignet sich für bis zu vier Meter hohe Hecken und ist immergrün. Was den Boden angeht ist die Eibe anspruchslos. Sie kommt mit durchwurzelten Böden zurecht und gedeiht in Sonne und Schatten, es darf jedoch nicht zu trocken sein. Nachteil: Der Fruchtstein der Frucht ist giftig.

Taxus


Lebensbaum (Thuja)

Die preiswerte Pflanze wächst schnell und ist für zwei bis vier Meter hohe Hecken geeignet. Man sollte den Lebensbaum zweimal pro Jahr schneiden, damit die Pflanze sich gut verzweigt und eine einheitliche Dichte gewinnt. Der Boden sollte feucht und gut durchlüftet sein, der Lebensbaum ist immergrün. Die Sortenvielfalt ist groß. Achtung: Bei Trockenheit oder Staunässe ist der Befall von Pilzkrankheiten sehr hoch. Die meisten Pflanzen sterben dann komplett ab.

Thuja


Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)

Der Kirschlorbeer eignet sich für ein bis zwei Meter hohe Hecken, je nach Sorte. Man sollte die Hecke einmal pro Jahr schneiden, damit sie nicht zu breit wird. Was den Boden angeht ist der Kirschlorbeer anspruchslos, er verträgt auch Trockenheit und ist ein immergrüner Strauch.

Kirschlorbeer


Liguster (Ligustrum vulgare)

Der Liguster ist preiswert und sollte zweimal im Jahr geschnitten werden, da er sehr schnell wachsend ist. Er eignet sich für ein bis drei Meter hohe Hecken. Der Liguster ist äußerst robust und anpassungsfähig an Bodenart und Standort. In strengen Wintern verliert der Liguster seine Blätter und ist dann nicht mehr blickdicht, wobei es auch Sorten gibt, die das Laub im Winter besser halten. Die schwarzen Beeren sind giftig, für Vögel aber eine wichtige Nahrungsquelle.

Liguster


Rotbuche (Fagus sylvatica)

Die Buche ist eine langlebige Heckenpflanze und eignet sich für 1 bis vier Meter hohe Hecken. Sie sollten zweimal im Jahr geschnitten werden, da die Buche zügig wächst. Der Boden sollte nährstoffreich aber nicht zu trocken sein. Im Herbst haben die Blätter eine gelborange Farbe. Die Blätter haften lange an den Zweigen und bieten daher auch im Winter einen Sichtschutz. Je laufendem Meter werden 2-4 Pflanzen benötigt, dies hängt von der Höhe der Pflanzen ab.

Buche
In diesem Sinne: An die Spaten, fertig, los!

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